Was wäre wenn? • Die Angst vor dem Danach

Die beiden haben gut lachen, es geht ihnen schließlich gut. Ihnen steht eine unbeschwerte Kindheit bevor und wenn sie nicht ganz auf den Kopf gefallen sind, werden sie gut auf eigenen Beinen stehen können und ein schönes Leben haben. Sie haben das Glück, in einer Familie aufzuwachsen, in der nur ein Elternteil voll berufstätig ist, wenn sie später aus der Schule heim kommen, wird ein warmes Mittagessen auf sie warten und sie können den Nachmittag mit der Familie und Freunden verbringen. Nicht, dass es Kindern, deren Eltern beide arbeiten, schlechter haben, nur entspricht das nicht unserem Lebenskonzept. Und ich empfinde es als wahnsinniges Glück für meine Kinder.

Wie schnell sich ein Blatt wenden kann, ist uns wohl allen klar. Niemand hat das Glück gepachtet, das Schicksal lässt sich nämlich nicht berechnen. Denn wie heißt es so schön? “Das Schicksal ist ein mieser Verräter!” Und das ist es wirklich!
Was ist, wenn alles anders kommt als geplant? Was, wenn unsere Zukunftsvorstellungen von einem Tag auf den anderen zusammenbrechen? Was, wenn sich von jetzt auf gleich unsere Träume in Schutt und Asche auflösen?

Was, wenn einem von uns etwas zustößt und was, wenn derjenige der Hauptverdiener der Familie ist? Wisst ihr, ich weiß nicht genau, was ich jetzt schreiben soll, die Vorstellung an sich macht mir schon Angst, nicht, weil ich Sorge um unsere finanzielle Situation habe, sondern weil ich den wichtigsten Menschen an meiner Seite verlieren würde. Den Vater meiner Kinder, unseren alten Grummelkopf, meinen geliebten Mann…
Deshalb möchte ich darauf auch nicht weiter eingehen, sondern mit euch darüber sprechen, was danach kommt. Nach dem Schock, nach der Trauer, nach dem unendlichen Verlust. Wenn das Leben wieder weitergehen muss, ob man will oder nicht. Wenn der Alltag die entstandene Lücke überschattet und er einfach weiter läuft.
Ich will mir in so einem Fall keine Sorgen um Geld machen. Ich will, dass meine Kinder trotz dieses großen Verlusts in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können. Dass sie ihr Zuhausebehalten, weiterhin ihre Schule besuchen, dass wir weiterhin zusammen in den Urlaub fahren können und nicht ihr ganzes Leben wie ein Kartenhaus zusammenbricht. Und ich will nicht, dass unser Leben noch mehr aus den Bahnen gerät, als es dies sowieso schon tuen wird. Ich möchte einfach, dass wir ein Stück weit geschützt sind.

Mein Mann hat eine Risikolebensversicherung abgeschlossen. Im Fall seines Todes, sind unsere Kinder und ich abgesichert. Dadurch haben wir einen gewissen Schutz und es reißt uns nicht komplett den Boden unter den Füßen weg. Und ich habe eine private Altersvorsorge, denn es wäre nicht nur naiv, sondern richtig dumm zu glauben, dass sich Wege nicht trennen
können. Also wie kann ich mich auf die Rente meines Mannes verlassen, wenn ich nicht 100% sicher sein kann, dass unsere Ehe ein lebenslang hält? Ich möchte einfach nicht, dass ich

irgendwann vor dem Nichts stehe, nur weil mein Leben anders verläuft als es geplant war. Mich lässt diese Absicherung besser schlafen und ich würde jeder Familie dazu raten, sich auch frühzeitig darüber Gedanken zu machen. Es ist ein unangenehmes Thema, wer will schon über den Ernstfall nachdenken, aber wenn der Ernstfall erstmal eingetreten ist, ist es zum Nachdenken zu spät.

Auf der Seite der DEVK könnt ihr euch weiter über das Thema informieren:

Ich hoffe, dass ich euch zum Nachdenken angeregt habe.

Alles Liebe
Jennifer

1 Kommentar

  1. Guter Denkanstoß! Wir haben beide eine Risikolebensversicherung. Zwar bin ich nicht der Hauptverdiener, aber wenn ich es bin die stirbt, dann könnte mein Mann auch nicht mehr Genau so viel arbeiten. Unser Haus ist somit abgesichert. Die Vorstellung, dass meine Kinder ein Elternteil und ihr Zuhause gleichzeitig verlieren, finde ich furchtbar. Das Leben hat seine eigenen Wege. Man darf einfach nicht naiv denken, dass es einen nicht trifft. Wir haben auch noch eine zusätzliche Altersversicherung. Klar hätten wir im Moment monatlich mehr Geld ohne diese Absicherungen (und wir müssen schon gut haushalten) , aber im Falle des Falles kann man darüber wohl nur lächeln.
    Schöne Ostertage;)

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