Sauf nicht ab! • Sicher im Wasser unterwegs

Eine der am häufigsten gestellten Fragen an mich ist, welche Schwimmhilfen wir empfehlen können. Eine berechtigte Frage, schließlich ist von sechs Kindern noch keins ertrunken. Man sollte dabei aber unterscheiden, erstens für welches Alter die Hilfe gedacht ist, und zweitens, ob es sich um eine Hilfe vor dem Ertrinken handelt, oder um eine Hilfe um Schwimmen zu lernen. Hier soll es heute nur um den Schutz vorm Ertrinken gehen. Eines vorweg, alle Schwimmhilfen sind nur unter Aufsicht zu verwenden, dies sind nur meine persönlichen Erfahrungen und ich übernehme keinerlei Haftung!

Schwimmflügel

Fangen wir bei den guten alten Schwimmflügeln an: Ich finde sie schrecklich. Sehr kleine Kinder können damit gar nichts anfangen, da sie im Kreuz noch nicht stabil genug sind und die Arme in der Luft hängen. Im schlimmsten Fall sind die Flügel etwas zu groß und die Kleinen rutschen einfach raus. Größere Kinder werden von Ihnen so eingeschränkt, dass ein vernünftiges Schwimmenlernen nicht möglich ist.

Badeanzug mit integriertem Bauchgurt

Diese Modelle gibt es in zwei Ausführungen. Den Bauchgurt an sich kenne ich schon aus meiner Kindheit. Neu ist die Variante, in dem die Schwimmhilfe in den Badeanzug/UV-Anzug eingenäht ist. Auch hier haben wir einige Modelle ausprobiert und finden sie lebensgefährlich. Da die Schaumstoffeinheit an der Körpermitte befestigt ist, ist es ein reines Glücksspiel, ob Kopf und Arme über Wasser sind, oder eben Po und Beine. Ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber es ähnelt für mich einem russischen Roulette.

Schwimmwesten

Der entscheidende Vorteil im Vergleich zum Bauchgurt ist die Platzierung des Schaumstoffteils. Es ist nicht in der Mitte des Körpers, sondern im oberen Teil. Dadurch hält es den Oberkörper über Wasser. Für kleinere Kinder empfehle ich eine Weste die in einem Badeanzug/UV-Anzug integriert ist. So können zierliche Kinder nicht durchrutschen. Außerdem können sie diesen Anzug einfach immer anlassen und verstehen sehr schnell, dass es nur damit ins Wasser geht. Ich empfehle diese Modelle von Speedo.

Fazit:

Am wichtigsten ist es, dass der Aufrieb in der oberen Körperhälfte stattfindet. Und das die Kleinen nicht rausrutschen. Wir benutzen momentan diese beiden Modelle von Decathlon. Konrad hat eine Weste und Johanna dieses Modell. Beide Kinder können damit ohne Hilfe vom Beckenrand springen und selbst wenn sie mal von einer Welle ins Strudeln geraten, richtet sie sich sofort selbständig wieder auf. Durch die Verbindung von Schwimmflügeln, die mit einem sehr hohen Bauchgurt verbunden sind, hat Johanna genügend Auftrieb am Oberkörper. Wir werden bei ihr für den nächsten Urlaub auch auf einen UV-Anzug mit integrierter Weste umsteigen, einfach weil die Flügelche sie doch sehr einschränken.

3 Kommentare

  1. Super wichtiges Thema, gerade weil die allermeisten doch auf die guten alten Schwimmflügel zurück greifen und sich damit auf der sicheren Seite wären!
    Wir haben für unsere Jungs letztes Jahr Schwimmwesten gekauft (gab’s beim Jako-o) und wir sind wirklich super Happy damit. Sie können sich selbstständig im Wasser bewegen, Schwimmbewegungen üben und die Weste können sie ohne Hilfe nicht einfach so ausziehen. Klar sind sie permanent unter Aufsicht am und im Wasser. Aber so können sie sich auch mal ein wenig von uns weg bewerten, ohne dass man permanent korrigierend eingreifen muss.
    LG Thea

    1. Okay, meine Rechtscgreibkorrektur wusste es besser als ich 😄 sie wägen sich natürlich in Sicherheit und meine Jungs können sich etwas von uns weg bewegen.

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