Ich kann das!

Warum hat Konrad Pflaster an den Zehen?

Die Antwort könnte lauten: „weil er es kann!“

Nicht das es besonders hipster ist, sondern er darf die Welt erkunden und sich dabei auch mal die Ein oder Andere Verletzung holen.

Das dürfen sie hier übrigens alle! Ich meine das Erkunden, nicht das Pflaster tragen.

Vor ein paar Jahren ging ein Aufschrei durch die Medien, weil eine Mutter ihren neun Jährigen Sohn, in New York, alleine U-Bahn fahren ließ.Sie schrieb darüber in ihrem Blog und wurde danach als schlechteste Mutter Amerikas betitelt. Hier ist ein Artikel über Sie.

William ist jetzt neun und auch wenn Hamburg nicht New York ist, er fährt auch mal alleine U-Bahn. Zum Beispiel gestern…

Er hatte noch 50€ von seinem Geburtstagsgeld übrig und wollte damit in den Lego-Laden, um sich etwas auszusuchen.

Ich hatte aber keine Zeit, also….selbst ist der Mann!

Ausgestattet mit genauen Instruktionen, Notfall-Taxigeld und meiner Handnummer ist er los gestiefelt: Hat auch alles super geklappt und er war hinterher wahnsinnig Stolz auf sich!

Naja, bis auf das er im Lego-Laden nichts gefunden hat und dann zufällig! an Saturn vorbeigekommen ist…

Es würde ein nicht grade pädagogisch wertvolles Videospiel erstanden (aber das ist ein anderes Thema.

Zurück zu Konrad….

Wir besitzen keinen Laufstall, kein geschlossenes Gitterbett und auch kein Türgitter. Ihr merkt schon, ich hab was gegen Gitter. Er darf sich in der ganzen Wohnung frei bewegen, wenn er dies möchte. Nur die beiden Toiletten sind momentan noch tabu (aus hygienischen Gründen). Das bedeutet für mich natürlich mehr Arbeit, denn ein quirliger ein Jähriger liebt es, den Vorratsschrank auszuräumen.  Aber wir sind uns sicher, langfristig profitieren wir alle davon.

„Hilf mir es allein zu schaffen!“ Das ist unser Motto. Trotzdem würde ich mich als Helikopter-Mutter bezeichnen, denn ich lasse ihn möglichst nicht aus den Augen. Kinder in allem zu bestärken, was sie sich selber zutrauen und sie dadurch zu verantwortungsvollen, selbständigen Persönlichkeiten heranzuziehen, das ist unser Ziel. Ja ich habe manchmal Angst, aber der Stolz überwiegt. Jetzt wollt ihr sicher noch wissen was, mit Konrads Füßen passiert ist?! In Williams Zimmer ist letzte Woche ein Spiegel zu Bruch gegangen. Ich habe natürlich alle Scherben nach besten Gewissen beseitigt! Ist doch klar! Aber zwischen Lego und Co hatte sich noch ein Spliter versteckt und über den ist Konrad rüber gekrabbelt. Hat ihn aber nicht gestört. Und ich habe es erst gemerkt, als er fröhlich spielend, mein ganzes Bett vollgeblutet hatte…

Naja, gehört mit dazu! Ach und solltet ihr euch jetzt fragen, wie oft wir mit dieser Methode schon ins Krankenhaus mussten..

Genau ein Mal > William > Gehirnerschütterung > mit 3 Jahren. Finde ich einen ziehmlich guten Schnitt, bei so vielen Kinder. Denn die Kinder lernen sich viel besser einzuschätzen und auf ihre Fähigkeiten zu vertrauen. Also lasst die Kleinen (oder auch Großen) mal machen, sie wissen schon was sie tun.

Hinterlasse einen Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.