Hallo Herbst, hallo Neurodermitis…

 ….hallo Kratzezeit und hallo schlaflose Nächte! Wer von euch kann ein Lied davon singen?

Erstmal zu unserer Geschichte:

William, mein Erstgeborener, hatte keine Neurodermitis. Oder ich habe sie nicht als solche wahrgenommen. Er hatte trockene Haut, ja, aber damit wäre ich nicht zum Arzt gegangen. Anders bei Henrik. Er ist im August geboren und kaum wurde es kalt, traten die ersten Rötungen auf. Ganz besonders hinter den Ohren. Eitrige, verkrustete Stellen und sogar eingerissene Ohrläppchen waren täglich präsent. Mit knapp drei Jahren war es ganz plötzlich vorbei und kam auch nie wieder.


Bei Konrad begann es mit 11 Monaten. Wir kamen grade aus dem Mexiko-Urlaub zurück und ich dachte erst, er hätte sich einen Pilz oder ähnliches eingefangen. Also auf zum Arzt und auch bei ihm die Diagnose: “Neurodermitis”! Das war das erste Mal, dass ich mit den Produkten von La Roch-Posay in Berührung gekommen bin. Denn genau diese wurden von unserem Kinderarzt empfohlen. Dann kam Johanna und sie hatte nichts. Ich weiß noch, wie ich ihren ersten Winter gehofft habe, dass es ihr nicht so ergeht, wie ihren beiden großen Brüdern. Auch im zweiten Winter war nichts. Und jetzt? Bingo, es hat sie doch erwischt. Erst war es nur eine kleine Stelle am Oberschenkel und ich dachte noch, vielleicht hat die Windel dort etwas gescheuert. Dieses Ekzem haben wir mit den Produkten von La Roche-Posay sehr gut und schnell wegbekommen. Aber mittlerweile ist ihr ganzer Rücken übersäht mit trockenen Stellen, die teilweise schon aufgekratzt sind.

Nun ein paar Fakten:

  • In Europa sind etwa 50 Millionen Menschen an Neurodermitis erkrankt.
  • Jedes 5. Kind ist betroffen 
  • Aber nur jeder 10 Erwachsene 
  • 89% dieser Patienten leiden unter starkem Juckreiz 
    Ekzeme sind der Hauptgrund für Schlaflosigkeit. 

Betroffene kratzen sich bis zu zwei Stunden die Nacht und schlafen dadurch im Schnitt 60 Minuten weniger. Dies beeinträchtigt die Lebensqualität enorm. Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Unausgeglichenheit sind die Folge. 

Und damit wirkt es sich auf das ganze Familienleben aus. Aber was können wir als Eltern betroffener Kinder tun? Wäre ist nicht toll, wenn wir unser Wissen, unsere Erfahrungen und Tipps im Umgang mit Neurodermitis teilen und unseren Kindern so gemeinsam helfen? Es ist fast 1 1,5 Jahre her, da habe ich mit euch meine ersten Erfahrungen zu dem Thema geteilt. Den Artikel findet ihr hier

Heute, zwei Winter später, habe ich immer noch nicht das Allheilmittel gefunden, aber wir haben etwas, was die kalten Tage erträglich macht. 

Die Produktserie Lipikar AP+ von La Roche-Posay. Wir benutzen die Duschcreme Lipikar Syndet AP+,  das Balsam nach dem Baden und den Lipikar Stick vor dem Schlafengehen. 

Wichtige Tipps im Umgang mit Neurodermitis:

  • Nicht zu warm und nicht zu lange baden! Eine Temperatur von bis zu 35 Grad und max. 10 Minuten reichen vollkommen aus
  • Lieber Bade-Öl statt Schaum. Und ganz wichtig, Rückstände mit klarem Wasser abspülen 
  • Nach dem Baden vorsichtig abtrocknen und anschließend eincremen
  • Fingernägel kurz halten
  • Schlafräume nicht so stark heizen. 18 Grad sind ideal



Als Sofort-Hilfe empfehle ich ein Baumwolltuch, das in starken, abgekühlten schwarzen Tee getaucht wird und auf die betroffenen Stellen getupft wird. Diese Methode hat uns damals bei Henrik sehr gut geholfen, als er die Ekzeme hinter dem Ohrläppchen hatte. Und gegen das Kratzen in der Nacht den Lipikar Stick AP+. Er ist kinderleicht aufzutragen und das meine ich ernst. Die Kleinen cremen sich die betroffenen Stellen damit selber ein. Es ist die gleiche Bewegung wie beim Kratzen, genauso entspannend, aber sehr viel hilfreicher. Denn das richtige Kratzen ist ein Teufelskreis. 

Wenn ich eins in den letzten Jahren gelernt haben dann, dass es wichtig ist, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Auf dem Event von La Roche-Posay waren so viele Mütter und Väter, die ihre ganz eigenen Erfahrungen mit Neurodertmitis gemacht haben. Und deren Tipps sehr hilfreich waren.  Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr uns eure Erfahrungen unter diesen Beitrag kommentiert. Und vielleicht schaut ihr mal auf der Seite von La Roche-Posay vorbei. Dort gibt es viele Informationen, tolle Geschichten, Lieder und Malvorlagen, die euch und auch euren Kindern das Thema Nerodermitis näher bringen.




2 Kommentare

  1. VIELEN DANK für den Tipp! Mein Sohn (4) hat trockene Stellen an den Beinen und dem Rücken. Die Ärztin meinte nur, dass wir viel cremen sollen aber bislang hat keine Creme geholfen. Nun habe ich am Freitag die Creme von La Roche-Posay gekauft und ihn seitdem jeden Abend eingecremt. Heute nach nur 4 Tagen sind die rauhen Flechten fast ganz weg 😍 vielen Dank für diesen Tipp ❤️

    Liebe Grüße, Nadine

  2. Hallo Jennifer,
    toller Beitrag zu dem Thema. Mein mittlerweile erwachsener Sohn hatte jahrelang auch mit Neurodermitis zu kämpfen, bei ihm begann es mit 3 Monaten sehr heftig und kam dann in schwächeren Schüben bis zu seinem 10. Lebensjahr. Ein sehr bewährter Tipp von unseren genialen Hautarzt ist in schwarzen Tee Baden oder Teilbäder, nicht abtrocknen sondern noch feucht eincremen. Hilfreich war ebenfalls, Strümpfe und Strumpfhosen ohne Elasthananteil oder Gummi aus reiner Baumwolle zu tragen. Und auch bei der sonstigen Kleidung mit direkten Hautkontakt auf Naturmaterialen achten. In manchen Fällen kann auch Waschmittel/ Weichspüler den Neurodermitisschub auslösen oder verschlimmern, mein Sohn hat zum Beispiel auf Parfümstoffe im Waschmittel reagiert. Leider ist es ja oft die Suche nach der Nadel im Heuhaufen bis man mögliche Ursachen findet, da ist ja sicher jede Mutter die Expertin für ihr Kind.
    Ich drücke Euch die Daumen, dass es sich bei Johanna und Konrad auch möglichst schnell „verwächst“ oder die Neurodermitis die Beiden nicht zu sehr und oft quält und einschränkt!
    Liebe Grüße, Michaela

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